del.icio.usdigg.comgoogle.comMister WongnetscapeTechnoratiYahooMyWeb
HOMEKONTAKTIMPRESSUMSITEMAPSUCHE  |  ZU DEN THERAPEUTEN SEITEN
Amalgam

Fragen und Antworten zum Amalgam

Amalgam war und ist das in der Zahnmedizin am häufigsten eingesetzte Füllungsmaterial. Es handelt sich dabei um eine Verbindung, die entsteht, wenn Quecksilber mit einer Feilung aus ca. 70% Silber und 30% Zinn, Kupfer und Zink vermischt wird. Für die gesundheitlichen Risiken ist dabei vor allem das Quecksilber verantwortlich.

 

Die gesundheitsschädliche Wirkung des reinen Quecksilbers ist bereits seit dem 18. Jahrhundert durch die berufsbedingten Erkrankungen z.B. der Silberbergleute und Spiegelmacher bekannt. Heutzutage sind es vor allem Zahnmediziner und deren medizinisches Personal, die beruflich bei der Verarbeitung von Amalgam toxischen Quecksilberdämpfen in Kontakt kommen. Für diese Belastung hat der Gesetzgeber maximale Arbeitsplatzkonzentrationen (MAK) von 100 µg/m³ Luft festgelegt (Blut: 50 µg /l Blut, Urin: 100 µg /l Urin).

 

Auch Träger von Amalgamfüllungen sind dem Quecksilber z.B. in Form von dampfförmigen Quecksilber, wie es durch Abrieb beim Kauen oder beim Entfernen von Amalgamfüllungen auftreten kann, ausgesetzt.

 

Die Symptome einer Quecksilbervergiftung sind relativ unspezifisch. Es können Kopf- und Nackenschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden sowie diverse neurologische Störungen, insbesondere im ZNS auftreten.

 

Der Gesetzgeber misst dieser Tatsache z.Zt. immer noch wenig Bedeutung bei. Gestützt wird diese Haltung durch Veröffentlichungen wie diese:

1. Die Konzentration von Quecksilber in der Atemluft von Amalgamträgern soll 30% des MAK-Wertes von 100 µg/m³ betragen (Bayerisches Landesamt für Umwelt).

2. Der Beitrag von Quecksilber aus Amalgamfüllungen bei der täglichen Quecksilberzufuhr soll etwa in gleicher Höhe liegen, wie die tägliche Zufuhr aus der Nahrung.

3. Auch eine embryotoxische Wirkung durch Amalgam soll ausgeschlossen sein.

4. Bei Verdacht von Überempfindlichkeitsreaktionen ausgelöst durch Amalgam werden offiziell die wenig sensitiven Allergietests empfohlen.

 

Quecksilberionen besitzen eine hohe Affinität zu Schwefel. Sie sind in der Lage, Disulfid-Brücken der Proteine aufzubrechen. Die Tertiärstruktur des Eiweißmoleküls wird dadurch verändert und das Protein verliert seine Funktionsfähigkeit. Diese Störungen können in allen Organen und Geweben auftreten, besonders anfällig ist das Nervensystem.

 

Die gleiche Toxizität tritt auch bei anderen Schwermetallen auf, wie z.B. beim Element Blei. Daher sind folgerichtig bleihaltige Farben bereits seit Jahren gesetzlich verboten. Die gleiche Konsequenz fehlt derzeit noch bei der Verwendung von Amalgam als zahnärztlicher Füllungswerkstoff.

Wie kann man eine Amalgamunverträglichkeit feststellen?

Zum Nachweis einer Amalgamunverträglichkeit eignet sich u.a. die Untersuchung mit Applied Kinesiology (Angewandte Kinesiologie). Diese ist einem konventionellen Allergietest beim Allergologen insofern überlegen, da sie in der Lage ist, sämtliche Arten von Unverträglichkeiten nachzuweisen.

 

Wie kann man Amalgam unter Schutzmaßnahmen entfernen?

Bei Patienten/innen mit nachgewiesener Quecksilberunverträglichkeit (Allergietest, Kinesiologie-Test, EAV-Test u.a.) sollten bei der Entfernung defekter Amalgamfüllungen durch den Arzt Schutzmaßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Belastung des Organismus mit Quecksilber getroffen werden. Dazu wird über die Mundhöhle ein elastisches Tuch gespannt („Kofferdam“), welches nur die zu behandelnden Zähne zugänglich lässt. Somit kann ein ungewolltes Verschlucken von Amalgamspänen beim Heraustrennen der alten Amalgamfüllung vermieden werden.

 

Viel wichtiger ist jedoch der Schutz des Patienten/in vor möglichen reibungsbedingten Quecksilberdämpfen in der Atemluft. Diese könnten beim Einatmen über die Lunge direkt ins Blut gelangen und den Patienten/in zusätzlich belasten. Zur Vermeidung dieser Belastung gibt es eine Innovation bei der Amalgamentfernung. Während der kritischen Behandlungsphase atmet der Patient/in über eine Nasenmaske medizinischen Sauerstoff (s.a. Foto). Durch diese kombinierten Schutzmaßnahmen kann die Belastung des Körpers bei der Amalgamentfernung gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich reduziert werden und die Therapie der Amalgamausleitung wird erleichtert.

Schwermetallausleitung

Diese muss mit wirksamen Medikamenten geschehen, die Ihnen von einem sachkundigen Arzt verschrieben werden. Hierzu zählen DMPS und DMSA. Die Ausschwemmung mit Koriander, Algen und dergleichen ist bezüglich ihrer Wirksamkeit für tief in den Geweben (u.a. im Zentralnervensystem) gespeicherten Schwermetallen nicht gesichert. Am besten ist es, Sie nehmen direkt nach dem Entfernen von Amalgam eine an Ihr Gewicht angepasste Dosis von DMSA.

Therapeuten (Ärzte und Zahnärzte) aus Ihrer Region, die Sie in allen Fragen zum Thema Amalgam unterstützen, finden Sie in unserer Therapeutenliste.

© DAEGAK – Amalgamunverträglichkeit durch Applied Kinesiology (nicht "Angewandten Kinesiologie") diagnostizieren