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Fehlbiss

Korrektur von Fehlbiss

Die überwiegende Anzahl aller Menschen besitzen keine ideale Verzahnung aller Zähne im Ober- und Unterkiefer. Das menschliche Kauorgan besitzt glücklicherweise eine große Adaptationsfähigkeit, mit diesen kleinen bis großen Abweichungen in der Regel sehr gut umzugehen. Erkrankungen der Zähne oder der Kiefergelenke entstehen meist erst dann, wenn weitere Belastungen dieses individuelle Gleichgewicht zerstören.

Welche Bedeutung kann ein Fehlbiss zusätzlich haben?

Die funktionellen Zusammenhänge zwischen der Kaumuskulatur und der übrigen Muskulatur des Halte- und Stützapparates sind in der Medizin seit langem bekannt und wurden bereits Mitte des letzten Jahrhunderts dargestellt.

 

Fehlbiss kann zu Folgeerkrankungen in folgenden Regionen außerhalb des Kiefer- und Gesichtsbereiches führen:

  • Halswirbelsäule bis Lendenwirbelsäule
  • Schulter und Arme
  • Becken mit Beinlängendifferenz
  • Kopfschmerzen
  • Hör- und Gleichgewichtsorgan

Im medizinischen Alltag finden diese Zusammenhänge bei der Behandlung von therapieresistenten Beschwerden im Halte- und Stützapparates derzeit noch nicht immer ihre notwendige Beachtung. Gerade bei Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich liegen die eigentlichen Ursachen nicht selten bei einem Fehlbiss der Zähne, der selten mitbehandelt wird

Wann und wie kann ein Fehlbiss behandelt werden?

Vor der definitiven Behandlung eines Fehlbisses sollten alle anderen Einflussgrößen der Triad of Health untersucht und ggf. vorbehandelt sein. Insbesondere sollten auch alle vorhandenen Befunde des Halte- und Stützapparates durch Physio-, Chiro- oder Osteopathie, soweit es der Fehlbiss zulässt, vorbereitend reduziert sein. Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass neben einem besseren Therapieergebnis auch im Vorfeld Sicherheit darüber besteht, dass der Fehlbiss für die bestehenden Symptome hauptursächlich verantwortlich ist.

 

Zur eigentlichen Behandlung eines Fehlbisses eigenen sich zahnärztlich prothetische Maßnahmen oder kieferorthopädische Veränderungen der Zahnstellung oder eine Kombination daraus. Welche Methoden eingesetzt werden, hängt vom Ausgangsbefund und von der individuellen Planung mit dem Patienten/in ab.

 

In jedem Fall ist eine vorübergehende Einstellung der angestrebten Bisslage mit Hilfe einer sog. COPA (Craniomandibuläre othopädische Positionierungsapparatur) empfehlenswert. Diese ist durch ihre spezielle Bauweise in der Lage, die Fehlbelastungen im Mund aufzuheben und ermöglicht dadurch z.B. der Physiotherapie letzte Befunde im Halte- und Stützapparat im Vorfeld der definitiven Umsetzung der angestrebten Kieferposition auszugleichen. Eine COPA sollte folgende Eigenschaften besitzen:

 

  1. Verwendung ausschließlich von Materialien, die für den Patienten/in verträglich sind (geeignete getestete Kunststoffe und Metalle; bei Nickelunverträglichkeit ist eine Vergoldung des Drahtbogens indiziert)
  2. Aufrechterhaltung der Elastizität und Verformbarkeit des Unterkiefers, es dürfen keine starren Konstruktionselemente vorhanden sein
  3. Die COPA sollte in dem Kiefer eingesetzt werden, in dem das Hauptproblem des Fehlbisses vorhanden ist (i.d.R. im Unterkiefer)

    Es ist immer eine Abstützung aller Seitenzähne einschließlich der Eckzähne anzustreben bei gleichzeitiger Freistellung eines möglichen Frontzahnkontaktes

    Die von der COPA vorgegebene neue Bissposition muß im AK Test alle therapiebedürftigen Befunde des Halte- und Stützapparates verbessern

Konventionelle zahnärztliche starre Schienen im Ober- oder Unterkiefer sind bauartbedingt für die Vorbehandlung ungeeignet.

Therapeuten aus Ihrer Region, die Sie in allen Fragen zum Fehlbiss unterstützen, finden Sie in unserer Therapeutenliste.

© DAEGAK – Fehlbiss behandeln und korrigieren durch Applied Kinesiology (nicht "Angewandten Kinesiologie")